Kronstadt, die zweitgrößte Stadt Rumäniens, liegt in der Burzenländer Senke des Karpatenbogens, im Herzen des Landes. Die größte Bergstadt des Landes, 550m ü.d.M., wird von drei Anhöen beherrscht: der Zinne (Tampa-Berg), dem Sprenghiului Berg und der Warthe; die nördliche Seite öffnet sich zum Burzenland. Von dem umliegenden Höhen hat man einen wunderschönen Ausblick auf die spitzen Dächer der Häuser aus vergangenen Jahrhunderten ...
       Die archeologischen Funde bezeugen, daß diese Gegend schon seit dem Neolithikum bewohnt ist und daß sich zur Eisenzeit hier getisch - dakische Siedlungen befanden. Kronstadt ist seit dem 13.Jh. urkundlich belegt, unter dem Namen Brassovia, aber auch andere namen wie Korona, Barassu und Brasov waren bekannt.
       Die Stadt, die an der Kreuzung mehrerer Handelswege liegt, verbindete Jahrhunderte lang die Rumänischen Provinzen Siebenbürgen, die Rumänischen Landen und die Moldau, und wurde zu einem blühenden Handelszentrum.
       Als die Türkengefahr größer wurde, umgaben die Bewohner ihre Stadt im 15.Jh. mit Ringmauern, die durch Wehrtürmen und Basteien verstärkt waren. Die sächsische Bevölkerung, welche die Mehrheit darstellte, beschäftigte sich vor allem mit dem Handel. Die Handwerker waren in Zünften organisiert.


Schei
       
       Das Schei-Viertel, eines der ältesten Stadtviertel, liegt außerhalb der Ringmauern. Indiesem Stadtteil mit alten Häusern und schmalen Gassen steht das Gebäude der Schei-Schule, aus dem 16.Jh., wo 1599 der Unterricht in rumänischer Sprache eingeführt wurde. Heute befindet sich hier das Schei-Museum, dessen Exponate bezeugen, daß Kronstadt ein altes Zentrum rumänischer Kultur ist. Die ersten Bücher, die Diacon Coresi in rumänischer Sprache gedruckt hat, (16.Jh.) sind in diesem Museum untergebracht.
       Im selben Hof mit dem Schei-Museum steht die Kirche St. Nicolaus, die in den Jahren 1518-1598 mit der Unterstützung muntenischer und moldauischer Fürsten errichtet wurde und eine Verschmelzung verschiedener architektonischer Stile darstellt.


Die Schwarze Kirche
        
       Das alte Zentrum der Stadt wird von einer im spätgotischen Stil errichteten Kirche, mit eleganten Zügen und von beindruckender Größe beherrscht, der Schwarzen Kirche. Der Name der Kirche ist auf die rauchgeschwärzten Mauern zurückzuführen, die während des großen Brandes aus dem Jahre 1689, der die ganze Stadt umfaßte, ein Opfer der Flammen wurden. Damals ging das ganze Holzwerk der Kirche zugrunde, ferner die alte Orgel, und man sagt, daß sogar die Glocken geschmolzen seien.
       Der Bau der Kirche wurde ausgangs des 14. Jhs. begonnen, an der Stelle einer früheren romanischen kirche, und im Jahre 1477 beendet. Im 65m hohen Turm wurden drei Glocken angebracht, von denen diejenige, die 6500 kg wiegt, die größte Turmglocke aus Rumänien ist. Aus der Zeit vor dem großen Brand stammt das wertvolle Wandgemälde in der südlichen Vorhalle. Die Orgel der Schwarzen Kirche, eine der größten Orgeln aus Südosteuropa, ist berühmt für ihre Klangschönheit, die mit Hilfe von 4000 Pfeifen, 76 Registern und 4 Klaviaturen zustande kommt. Die Orgel wurde zwischen den Jahren 1836-1839 vom Orgelbauer Buchholz aus Berlin gebaut.
       Als wertvolle Kunstschütze der Schwarzen Kirche gelten die anatolischen Teppiche aus dem 17.-18.Jh., die die reichste Sammlung ihrer Art in Europa bilden.
       Vor der Kirche steht die Statue von Johannes Honterus, Humanist aus dem 16. Jh..,Verfechter der reformatischen Ideen Luthers und Gründen der ersten Drückerei aus Siebengürgen (1535). Die Schule aus dem Kirchhof trägt seinen Namen.


Rathaus und Platz


        Der Rathausplatz war jahrhundertelang das Zentrum der Burgstadt, und hier fanden die wichtigsten Verhandlungen der Kaufleute und Handwerke aus Siebenbürgen und den rumänischen Landen statt. Einst war der Platz auf vier Seiten mit Reihen von Häusern im Stil der Renaissance, des provinziellen Barocks und der Neoklassik umgeben, die im Erdgeschoß Lädenund und Warenhäuser verbargen.
       Das Rathaus, das aus der ersten Hälfte des 15.Jhs. stammt, überragt den Platz und ist eine harmonische Verschmelzung von Stilen: Gotik, Renaissance und Barock. Auf der Vorderseite kann man das Wappen von Kronstadt sehen, das eine Krone auf einen Baumstumpf mit 13 Wurzeln darstellt - die Wurzeln stehen für die 13 Gemeinden des Burzenlandes. Jahrhundertelang war in diesem Gebäude die Kreisverwaltung und der Gerichtshof. Seit 1949 nahm das Rathaus das Geschichtemuseum des Kreises Kronstadt auf.


"Bartolomeu" Kirche


       "Bartolomeu" Kirche ist eine ehemalige katholische Kirche, mit defekten Bogen und spitzen die Walbungen und Korn Stein-gebildet wird die dekorativen Motive errichtet wird, die an die gotische Art erinnern.
Es wurde eine lutherische Kirche im 16. Jahrhundert. Der Grunder dieser Kirche war Herman von Salza, der Fa?hrer des deutschen knights` Auftrages. Die Kirche ist 55 Meter lang und sie ist eins der altesten und representativgebaude in Brasov. Die Spalten werden durch starke Untersitze und Ende in den vor-Gotischen Kapitalien gestutzt.
       Die Anstriche beeindrucken uns durch die romischen und gotischen Muster. Nach dem Erdbeben 1833, das der Altar in der klassischen Art, ein neues Organ mit 25 Registern umgebaut wurde, wurde angebracht. Der Glockenturm wurde 1923 angebracht. "Bartolomeu" Kirche wird im alten Teil der Stadt aufgestellt und sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Die Kirche konserviert noch die Elemente, die der romischen Art geh?ren, aber die gotischen Elemente herschen vor. "Bartolomeu" Kirche ist eine der versterkten Kirchen in der Brasov Grafschaft. 


Schulerau


       Der Luftkurort, Poiana Brasov, auf einem Plateau am Fuße des Schulers (Postavarul) gelegen, bietet unzählige Möglichkeiten, den Urlaub im Sommer oder Winter zu verbringen. Sie können unvergeßliche Ferien verbringen, indem Sie Sport treiben: Schwimmen, Tennis und Tischtennis, Reiten, Bogenschießen, Minigolf, Federball, Schifahren, Eislaufen und Spaziergänge in der Kutsche oder im Schlitten. Zwei Drahtseilbahnen und eine Gondel führen aus der Schulerau zur Spitze.


Törzburg


       Bran, (Törzburg) ein schönes Bergdorf, wird von einem mittelalterlichen Schloß beherrscht, das in der Nähe der Landstraße auf einer Anhöhe erbaut wurde. Im Mittelalter diente die Burg als Verteidigungsanlage des Giuvala-Passes, durch den sich der Warenverkehr zwischen Siebenbürgen und den Rumänischen landen abwickelte.
       In frühen Zeiten stand an der Stelle des heutigen Schlosses eine Wehrburg. Im Jahre 1377 haben die Bürger von Kronstadt an derselben Stelle eine neue Burg gebaut, um den Zufahrtsweg zu ihrer Stadt zu verteidigen. Das Schloß hat im Laufe der Jahrhunderte vielen Stürmen standgehalten und wurde oftmals renoviert.
       In der ersten Hälfte des 20.Jhs., hat hier die königliche Familie Rumäniens gewohnt. Ein Teil der Möbel wurde von den Mitgliedern dieser Familie hierhergebracht; Königin Maria hat mit viel Geschmack die Räume eingerichtet. Der Wunsch der Königin war es, an dieser geheimnisvollen Stelle beerdigt zu werden.
       1958 wurde in seinen 27 Sälen das Museum der Festung Bran eingerichtet, das eine reichhaltige Sammlung an Waffen, Helmen, Schriften, Holzschnitzereien, Ikonen, Stilmöbeln enthält.